Stationäre und ganztägig ambulante bzw. teilstationäre Reha-Angebote unterscheiden sich lediglich in der Unterbringung. Die Qualität und Intensität der Behandlungen ist gleichwertig. Während die Patienten einer stationären Reha durchgängig in der Rehaklinik bleiben, suchen ambulante Rehabilitanden die Einrichtung nur für ihre Therapien und Übungen auf. Die Abende und die Wochenenden verbringen sie zu Hause. Welche Reha-Behandlung sich besser eignet, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.
Bei einem Gelenkersatz verläuft eine stationäre Reha meist erfolgreicher, da die Mobilität durch die Prothese deutlich verringert ist. Dies gilt sowohl für den Einsatz einer Knie-TEP als auch einer Hüft-TEP, der in den ersten Tagen nach der OP ein Gehen mit Unterarmgehstützen erforderlich macht und ein selbstständiges Autofahren verhindert. Auch die Konzentration auf den Heilungsprozess und die Loslösung aus dem Alltag fällt in einer vollstationären Maßnahme leichter. Sollte dennoch eine ambulante Reha gewünscht oder vom Kostenträger bewilligt werden, darf die einfache Fahrzeit 45 Minuten nicht überschreiten und die Versorgung im privaten Umfeld muss gesichert sein.