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21. November 2025

Medizinisch geprüfte Texte

Knie-OP

Erkrankungen, OP-Verfahren, Alltagstipps und Rehabilitation

Das Kniegelenk ist ein überaus komplexes Konstrukt, das sich unter anderem aus zwei Einzelgelenken, Menisken und mehreren Bändern zusammensetzt und durch die davor liegende Kniescheibe geschützt wird. Es ermöglicht zahlreiche Bewegungsabläufe im Alltag, gleichzeitig ist es aber auch diversen Belastungen ausgesetzt und dadurch anfällig für Verletzungen und Verschleiß. So stehen laut einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts Knieschmerzen bei erwachsenen Männern und Frauen auf Platz eins unter den Gelenkschmerzen. Die Behandlung von Knieproblemen kann konservativ durch Physiotherapie, physikalische Behandlungen und eine medikamentöse Therapie oder durch eine Knie-OP erfolgen. Mehr über die Knie-OP, mögliche Operationsmethoden und geeignete Reha-Maßnahmen erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

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Knie-OP in Kürze

  • Häufigste Ursachen: Meniskusruptur, Kreuzbandriss, Knorpelschaden, Kniearthrose
  • Operationen: Offenes Verfahren oder minimal-invasive Techniken (Arthroskopie)
  • Dauer: Je nach Verfahren zwischen 15 Minuten und 2 Stunden
  • Risiken: Allgemeine Operationsrisiken, Infektionen, Verwachsungen oder Verklebungen bei Knieprothesen-OP

  • Narkose: Teil- oder Vollnarkose
  • Lebensdauer der Prothese: 10 bis 25 Jahre
  • Aufenthalt in der Klinik: Je nach OP bis zu 10 Tagen
  • Nachsorge: Stationäre oder ganztägig ambulante Reha

Was ist eine Knie-OP?

Eine Knie-OP ist ein operativer Eingriff, um Verletzungen, Fehlstellungen oder Verschleißerscheinungen im Kniegelenk zu behandeln. Ziel ist es, die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellenSchmerzen zu beheben oder Folgeerkrankungen zu verhindern. Je nach Erkrankung kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Besonders häufig werden arthroskopische Operationen an den Gelenkknorpeln und Menisken sowie Implantationen künstlicher Kniegelenke durchgeführt.

Pflegerin klebt Narbe am Knie mit einem Pflaster ab

Wann muss ein Knie operiert werden?

Im Jahr 2019 wurden mehr als 208.000 Patienten vollstationär am Gelenkknorpel oder an den Menisken operiert. Über 193.000 weitere bekamen eine Kniegelenksprothese aufgrund von Arthrose eingesetzt. Weitere Indikationen für eine Knieoperation sind:

  • Kreuzbandriss
  • Fehlstellungen der Beinachse
  • Kniescheibenluxation

Wie lange hält ein künstliches Kniegelenk?

Wie haltbar eine Knie-TEP ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je stärker die Knieprothese belastet wird, umso kürzer ist in der Regel die Lebensdauer. Auch Übergewicht sowie Begleiterkrankungen wie Diabetes, Rheuma und Gicht können eine frühzeitige Abnutzung der Knie-Endoprothese begünstigen. Grundsätzlich liegt die Haltbarkeit der Implantate zwischen 10 und 25 Jahren.

Wann ist ein künstliches Kniegelenk erforderlich?

Statistiken zeigen, dass nur rund 80 % aller Patienten mit einer Knieprothese zufrieden mit dem Implantat sind. Deshalb wird eine Knieprothesen-OP tendenziell als „letzter Ausweg“ gesehen. Nur wenn konservative Behandlungsmethoden und alternative operative Methoden nicht genügend Erfolg versprechen und die Betroffenen unter starken Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einem Verlust der Lebensqualität leiden, wird eine Knie-TEP-OP in Erwägung gezogen.

Röntgenbild

Was geschieht vor der Implantation einer Knieprothese?

Bevor ein künstliches Kniegelenk in einer orthopädischen Operation eingesetzt wird, erfolgen diverse apparative Untersuchungen. Mithilfe von Röntgenbildern und MRT-Untersuchungen werden die Beschaffenheit des Gelenkspalts sowie das Ausmaß der Knorpelschäden näher begutachtet. Anschließend wird eine präoperative Planungsskizze erstellt, mit deren Hilfe das passende Knieprothesen-Modell sowie deren optimale Fixierung bestimmt werden.

Wie bereiten sich Betroffene am besten auf eine Knieoperation vor?

Vor einer Knieoperation gibt es vieles, was Patienten tun können, um ihre Heilungsaussichten zu verbessern, die Genesungsdauer zu beschleunigen und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern:

  • Risiken minimieren und das eigene Zuhause vorbereiten (Stolperfallen beseitigen, wichtige Gegenstände auf Tischhöhe platzieren)
  • Gesunde Ernährung
  • Nikotinkonsum verringern (am besten sechs Wochen vor der Operation nicht rauchen)

  • Physiotherapeutisches Training
  • Sich über geeignete Reha-Kliniken informieren

Unter Umständen kann es erforderlich sein, regelmäßig eingenommene Medikamente wie z. B. Blutverdünner kurzzeitig abzusetzen. Genaueres hierzu wird individuell mit dem Arzt bzw. dem für den Eingriff zuständigen Anästhesisten besprochen.

Beratung mit Arzt und Pflegerin

Was nimmt man bei einer Operation am Knie mit ins Krankenhaus?

Nach der Knie-OP ist die eigene Bewegungsfähigkeit eine Zeit lang eingeschränkt. Um den Krankenhausaufenthalt komfortabler zu gestalten, sollten Patienten an einige Dinge denken:

  • Bequeme, weite Kleidung wie Jogginghose und / oder Trainingsanzug
  • Kurze Hose für physiotherapeutische Behandlungen
  • Geschlossene, rutschfeste Schuhe mit guter Bodenhaftung
  • Langer Schuhanzieher
  • Bereits vorhandene Geh-Hilfsmittel

Welche Risiken sind mit einer Knieoperation verbunden?

Die Risiken, die bei oder nach einem Eingriff am Kniegelenk zu erwarten sind, richten sich nach der konkreten Ausgangssituation. Am wahrscheinlichsten sind Komplikationen beim Einsatz einer Knie-TEP. Grundsätzlich handelt es sich aber auch bei dieser OP-Technik um einen Standard-Eingriff, der von erfahrenen Orthopäden routiniert durchgeführt wird und nur in den seltensten Fällen zu Komplikationen führt. Zu den Risiken zählen:

  • Allgemeine Operationsrisiken (Thrombose, Schwellungen, Blutungen etc.)
  • Entzündungen des neuen Gelenks
  • Verwachsungen

  • Verklebungen
  • Prothesenlockerung
  • Prothesenverrenkung

Details zum operativen Ablauf

Wie lange bleiben Patienten nach der Knie-OP im Krankenhaus?

Die Dauer des stationären Aufenthalts nach einer Knieoperation richtet sich nach der konkret durchgeführten Behandlung. Manche Operationen, wie etwa bei einem Kreuzband- oder Meniskusriss, können ambulant bzw. tagesstationär durchgeführt werden.

Wird hingegen eine Knieprothese eingesetzt, müssen Patienten mit einem längeren Krankenhausaufenthalt rechnen. Je nachdem, ob eine Teilprothese oder ein vollständiges neues Kniegelenk in der OP implantiert wird, kann der darauffolgende Krankenhausaufenthalt bis zu zehn Tagen dauern.

Wie lange ist man nach einer Knieoperation krankgeschrieben?

Patienten, die am Kniegelenk operiert wurden, erhalten nach dem Eingriff eine Krankschreibung von ihrem Arzt. Wie lange Sie nach der Operation krankgeschrieben werden, hängt von der individuellen Genesung, der beruflichen Tätigkeit sowie der erfolgten Knieoperation ab. Die Spanne reicht von wenigen Tagen (diagnostische Arthroskopie) bis zu drei Monaten (Einsatz einer Knieprothese).

Wie geht es nach der Knieoperation weiter?

Ob die Knieoperation erfolgreich verheilt und der Patient seine ursprüngliche Bewegungsfähigkeit zurückerlangt, wird maßgeblich durch sein Verhalten nach der Behandlung bestimmt. Die Mobilisierung unter fachmännischer Anleitung beginnt meist bereits am ersten Tag nach der Knie-TEP-OP durch eine sogenannte Frührehabilitation. Auch nach dem Klinikaufenthalt sollte ein umfassendes Training erfolgen. Hierfür bietet sich eine rehabilitative Anschlussheilbehandlung (AHB) in einer Rehaklinik für Orthopädie an, die sowohl stationär als auch ganztägig ambulant durchgeführt werden kann.

Pfleger dehnt das Bein einer Patientin

Welche Ziele verfolgt eine Reha nach Knie-OP?

Eine Reha nach Knie-OP stellt die Funktionsfähigkeit des Gelenks durch gezielte therapeutische Maßnahmen und Übungen wieder her, stärkt die Muskulatur und stabilisiert das Kniegelenk. Ebenso erlernt der Rehabilitand ein gelenkschonendes Verhalten und einen besseren Umgang mit dem Gelenkersatz. Insgesamt ist die Knie-Reha eine wichtige Voraussetzung für den Heilungserfolg.

Welche Rehaklinik bietet sich nach einer Knieoperation an?

Die Kosten für die orthopädische Reha werden von verschiedenen Kostenträgern übernommen. Meist ist die Rentenversicherung oder die Krankenkasse zuständig. Patienten haben hierbei ein sogenanntes Wunsch- und Wahlrecht. Das bedeutet, dass sie äußern dürfen, in welcher Klinik sie die Rehabilitation absolvieren möchten. Deshalb ist es ratsam, sich bereits vor der anstehenden Knieoperation über in Frage kommende Kliniken zu informieren. Schließlich wird der Antrag auf eine AHB nach der Implantation einer Knieprothese für gewöhnlich noch während des Krankenhausaufenthalts gestellt.

Pflegerin zeigt Patientin ein Gerät zum trainieren

Nutzen Sie Ihr
Wunsch- und Wahlrecht

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Knieoperation im Alltag

Unser Therapie- und Leistungsangebot

Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik. Sie ist der Ausgangspunkt für die Erstellung des Therapieplans, den wir individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Nach der Reha können Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Physikalische Therapie auf Wunsch gerne ambulant bei uns fortsetzen.

Ärztliche Betreuung

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Arzt erklärt den Aufbau der Wirbel

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Therapeutin unterstützt Patientin beim Arm Training

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