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20. November 2025

Medizinisch geprüfte Texte

Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP)

Entwickelt aus den Rehabilitationsergebnissen von Leistungssportlern, erhalten die Teilnehmer einer erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP) gewissermaßen ein orthopädisches Maßnahmen-Intensiv-Paket. Die wirkungsvolle Kombination einzelner Therapien steigert die individuelle Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches und bereitet den teilnehmenden Patienten optimal auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vor. So ist es auch kein Wunder, dass jährlich mehr als 30.000 Versicherte der gesetzlichen Unfallversicherungsträger an einer EAP-Maßnahme partizipieren.

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Was ist eine erweiterte ambulante Physiotherapie?

Bei EAP-Maßnahmen handelt es sich um eine interdisziplinäre Zusammenstellung physiotherapeutischer, ergotherapeutischer und physikalischer Therapien, kombiniert mit Elementen der medizinischen Trainingstherapie (MTT). Sie finden als ambulante Rehabilitationen der Berufsgenossenschaften und privaten Krankenkassen mit täglichen Anwendungen in wohnortnahen EAP-Einrichtungen statt und dauern bei BG-Fällen zunächst 2 Wochen.

Bei welchen Krankheitsbildern kommt eine EAP-Verordnung in Frage?

Eine EAP-Reha kann Patienten insbesondere bei folgenden Indikationen eine rasche Linderung bringen:

  • Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates nach Unfällen
  • Muskulären Dysbalancen aufgrund von Verletzungen oder Operationen
  • Koordinationsdefiziten nach Verletzungen des Nervensystems
  • Einschränkungen der Beweglichkeit nach Gelenk-Teilsteifen
  • Schwerwiegenden Gelenkverletzungen mit verzögerter Mobilisierbarkeit
  • Einem erkennbaren Stillstand während der Behandlung mit Krankengymnastik und Physiotherapie

Pflegerin zeigt Patientin ein Gerät zum trainieren

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Häufig gestellte Fragen zur ambulante Physiotherapie

Wie erfolgt die Bewilligung einer EAP-Reha?

Heilverfahren nach Arbeitsunfällen unterliegen besonderen versicherungsrechtlichen Vorschriften. So ist das Unternehmen / Arbeitgeber grundsätzlich zur Meldung von Arbeitsunfällen verpflichtet, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Tagen führen. Dies betrifft auch mögliche Schadensfälle, die auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg passieren. Ebenso gehört es zu seinen Pflichten, den verletzten Arbeitnehmer zu einem Durchgangsarzt zu schicken oder ihn in schlimmen Fällen in ein von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkanntes Krankenhaus einliefern zu lassen.

Der Durchgangsarzt entscheidet nach der Akut-Versorgung über weitere Maßnahmen und stellt bei leichteren Schadensfällen häufig eine Verordnung für eine EAP-Behandlung aus. Mit dem Rezept gehen die Patienten in ein zur EAP-zugelassenes Rehazentrum ihrer Wahl. Dieses kümmert sich um den Genehmigungsantrag bei der Berufsgenossenschaft und setzt sich zwecks Terminvergabe nach erfolgter Genehmigung mit den Betroffenen in Verbindung.

Klinik Eichholz Außenansicht

Welche Reha-Zentren erhalten eine EAP-Zulassung?

Im Gegensatz zur allgemeinen medizinischen Rehabilitation, sind die Anforderungen zur EAP-Zulassung besonders hoch. Von den Landesverbänden der DGUV anerkannte Rehakliniken müssen besonderen personellen, apparativen und räumlichen Kriterien entsprechen und werden regelmäßig auf die notwendigen Erfordernisse überprüft. Die meisten von der DGUV zugelassenen Rehakliniken erfüllen meist auch die Anforderungen zur Durchführung einer berufsgenossenschaftlichen stationären Weiterbehandlung.

Wer übernimmt die Kosten der erweiterten ambulanten Physiotherapie?

In den meisten Fällen erfolgt eine EAP nach Arbeits- und Wegeunfällen, der zuständige Kostenträger ist hier die Berufsgenossenschaft. Neben den ärztlichen Leistungen werden in der Regel auch die durch ein BG-Verfahren entstandenen Kosten von der Berufsgenossenschaft erstattet. Dazu gehören im Falle einer erweiterten ambulanten Physiotherapie die An- und Abreise zum Therapiezentrum (§ 43 SGB VII) und mögliche Verpflegungskosten. Dies gilt auch für evtl. erforderliche Begleitpersonen.

Ebenso erhalten Versicherte Verletztengeld zur Existenzsicherung, sollte die Teilhabe am Berufsleben, d. h. die ganztägige Entgeltversorgung, durch ein Heilverfahren ausfallen. Voraussetzung für den Erhalt von Verletztengeld ist der vorherige Bezug eines monatlichen Entgeltes. Grundsätzlich wird das Verletztengeld auf Tagesbasis berechnet und beträgt 80 % des Bruttoverdienstes vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit. Unabhängig von der tatsächlichen monatlichen Tagesanzahl, wird die Auszahlung für Monate mit unterbrechungsfreiem Verletztengeldbezug immer für 30 Tage angesetzt.

Aber auch privat Versicherte oder Angehörige von Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr können vom behandelnden Arzt ein EAP-Rezept erhalten und an einer erweiterten ambulanten Physiotherapie teilnehmen. Kostenträger in einem solchen Fall sind die privaten Krankenversicherungen oder der Bund.

Spardose

Unser Therapie- und Leistungsangebot

Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik. Sie ist der Ausgangspunkt für die Erstellung des Therapieplans, den wir individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Nach der Reha können Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Physikalische Therapie auf Wunsch gerne ambulant bei uns fortsetzen.

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