Was sind chronische Schmerzen?
Fachleute sprechen von chronischen Schmerzen, wenn der Schmerz seit mindestens 3 Monaten besteht und den Patienten physisch, psychisch-kognitiv und sozial einschränkt. Dazu gehören beispielsweise der Verlust der Mobilität, funktionale Beeinträchtigungen, eine depressive Grundstimmung und sozialer Rückzug.
Darüber hinaus kann sich dauerhafter Schmerz gewissermaßen im zentralen Nervensystem einbrennen und das sogenannte “Schmerzgedächtnis” hervorrufen. In diesem Fall ist das gesamte Nervensystem überreizt, so dass der Neurotransmitter-Stoffwechsel und die schmerzdämpfenden Botenstoffe völlig aus dem Gleichgewicht geraten und das Schmerzempfinden nicht mehr ausreichend dämpfen können. Der Körper reagiert auf die harmlosesten Reize mit Schmerzsignalen. Auf diese Weise können sich selbst leichte Berührungen unerträglich anfühlen und den Betroffenen zu einer Odyssee von Arzt zu Arzt treiben. Daher ist es umso wichtiger, Schmerzen bereits vor einer Chronifizierung adäquat zu behandeln und nicht nur mit einer medikamentösen Therapie zu dämpfen.