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21. November 2025

Medizinisch geprüfte Texte

Koronare Herzkrankheit

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) gehört nicht nur zu den gefährlichsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch zu den am häufigsten verbreiteten. Erhebungen aus dem Jahr 2021 zufolge leiden insgesamt mehr als 5 Prozent aller Frauen unter einer Koronaren Herzerkrankung, bei Männern sind es sogar beinahe 7 Prozent1. Vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren haben ein großes Risiko, an einer KHK zu erkranken. Da die Herzkrankheit langfristig zu Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder einem Herzinfarkt führen kann, sind frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend. Alle Informationen über die Erkrankung des Herzmuskels, typische Symptome und die ideale Therapie werden nachfolgend vorgestellt.

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Icon Reha

Koronare Herzerkrankung in Kürze

Ursachen: Arteriosklerose, Risikofaktoren wie hoher Blutdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel

Symptome: Angina pectoris mit Brustschmerzen und Engegefühl in der Brust

Diagnose: EKG, Ultraschall, Myokardszintigrafie, Positronenemissionstomographie, MRT, CT

Behandlung: Therapie der Grund- und Begleiterkrankungen, medikamentöse Therapie, Revaskularisationstherapie, Sporttherapie

Folgen: Herzschwäche, Herzinfarkt, plötzlicher Herztod

Reha: kardiologische Reha MRA/Heilverfahren, AHB nach Operation

Prävention: Reduktion von Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungünstige Ernährung, Bluthochdruck

Was ist eine Koronare Herzkrankheit (KHK)?

Bei einer Koronaren Herzkrankheit (KHK) handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Herzens. Hierbei verengen sich die Herzkranzgefäße (in Folge einer Arteriosklerose) zunehmend, sodass der Herzmuskel nicht mehr mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgt werden kann. Typisch für den Verlauf der KHK ist die Ausbildung einer Angina pectoris, bei der es zu einem Engegefühl und Schmerzen in der Brust kommt. Die Koronare Herzerkrankung kann langfristig zu Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder Herzinfarkt und plötzlichem Herztod führen. Sie gilt als nicht heilbar, lässt sich jedoch mit der richtigen Therapie gut behandeln.

Herz symbolisch in Hand

Wie entsteht eine Koronare Herzerkrankung?

Die Koronare Herzerkrankung gilt sowohl in Deutschland als auch weltweit als eine der häufigsten Todesursachen2. Bedingt durch ihren Entstehungsmechanismus betrifft sie vornehmlich ältere Patienten, grundsätzlich können aber auch jüngere Menschen an einer KHK erkranken.

Hinter ihr verbirgt sich eine Unterversorgung des Herzens. Eine solche entsteht, wenn nicht mehr ausreichend Blut zum Herzen gelangt. Zuständig hierfür sind die sogenannten Herzkranzgefäße, die das Blut zum Herzen leiten. Werden diese Blutgefäße durch Ablagerungen (Plaques) verengt, kann das Blut nicht mehr ungehindert passieren und das Herz versorgen. Dies kann langfristig zu schwerwiegenden Folgen führen – Herzinfarkt und sogar plötzlicher Herztod sind möglich.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer Koronaren Herzkrankheit?

Der Grund für die Entstehung einer Koronaren Herzerkrankung ist die Arteriosklerose, die häufig auch als Arterienverkalkung bezeichnet wird. Für diese Arteriosklerose gibt es zahlreiche Ursachen und Risikofaktoren, von denen wiederum einige beeinflussbar sind, andere hingegen nicht.

Alter und Geschlecht sind beispielsweise Parameter, die Patienten nicht beeinflussen können: Je älter eine Person ist, umso höher ist das Risiko, von einer Arteriosklerose und in der Folge irgendwann auch von einer KHK betroffen zu sein. Zudem sind Männer anfälliger als Frauen.

Weitere Risikofaktoren sind3:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • hohe Cholesterinwerte (LDL-Cholesterin)

  • Diabetes mellitus
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • genetische Veranlagung

Was sind Symptome einer KHK?

Patienten, die unter einer KHK Herzkrankheit leiden, weisen teilweise unterschiedliche Symptome auf. Das liegt daran, dass die Ausprägung der Beschwerden unter anderem davon abhängt, wie viel Blut noch durch die Koronararterien zum Herz gelangen kann.

Was ist der Unterschied zwischen einer stabilen und einer instabilen Angina pectoris?

Kardiologische Erkrankung Behandlung

Wie wird eine KHK Herzerkrankung diagnostiziert?

Zu Beginn der Diagnose einer KHK Herzerkrankung steht die ausführliche Anamnese durch den behandelnden Arzt. Viele Patienten suchen diesen aufgrund von Brustschmerzen bei körperlicher Belastung auf. Die körperliche Untersuchung durch den Mediziner zielt vor allem darauf ab, andere Ursachen als die KHK für die Beschwerden auszuschließen und den Patienten für die mögliche KHK zu sensibilisieren. Anschließend folgt, je nach Bedarf, eine Reihe kardiologischer Untersuchungen, um eine fundierte Diagnose stellen zu können:

  • EKG (inklusive Belastungs-EKG)
  • MRT
  • CT
  • Ultraschall
  • Myokardszintigrafie
  • Positronenemissionstomographie (PET)

Wie wird eine KHK behandelt?

Patienten, die an einer Koronaren Herzkrankheit leiden, leben mit einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen: Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Herzinfarkt gehören zu den möglichen negativen Folgen der KHK. Umso wichtiger ist eine frühzeitig einsetzende Therapie. Denn wenngleich die Verengung der Herzkranzgefäße bislang noch nicht vollständig behoben werden kann, ist es möglich, ein Fortschreiten der Erkrankung sowie mögliche negative Folgeerscheinungen zu verhindern. Dafür stehen konservative und operative Methoden zur Auswahl.

Wie sind die Heilungschancen einer Koronaren Herzkrankheit?

Die Koronare Herzerkrankung kann als solche bislang nicht geheilt werden. Die Verengungen innerhalb der Koronararterien lassen sich nach heutigem Stand der medizinischen Forschung nicht auflösen. Durch operative Maßnahmen ist es möglich, die Herzkranzgefäße durch Stents zu erweitern bzw. offen zu halten oder durch einen Bypass zu umgehen. Dabei zielt die Behandlung der Patienten jedoch in erster Linie darauf ab, negative Folgen der Koronaren Herzkrankheit sowie ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Dafür sind nicht nur die medizinisch-therapeutischen Maßnahmen entscheidend – auch die aktive Mithilfe des Patienten ist gefragt. Dieser muss beispielsweise Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel aufgeben, um seine Lebensqualität zu erhalten.

Was bringt eine Reha bei KHK Herzerkrankungen?

Eine Reha nach koronarer Herzkrankheit kann hilfreich sein, um Patienten den Umstieg auf ein herzgesundes Leben zu erleichtern. Die korrekte Einstellung der Medikamente steht dabei genauso im Fokus wie die Behandlung von Begleit- bzw. Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Co. Auch ein Rauchstopp kann während der Rehabilitation stattfinden. Wurden Stents oder ein Bypass gesetzt, dient der Aufenthalt in der Rehaklinik zusätzlich der Genesung. Gleiches gilt für den Fall, dass die Minderdurchblutung des Herzmuskels bereits zu einem Herzinfarkt geführt hat (Reha nach Herzinfarkt).

Einen weiteren wichtigen Nutzen, den die Rehabilitation in einer Klinik leisten kann, ist die umfassende Schulung der Betroffenen: Sie lernen, wie sie sich optimal auf das Leben mit der ischämischen Herzkrankheit einstellen. Zudem erhalten sie umfassende psychologische Gespräche und sozialmedizinische Beratung, da die Diagnose Koronare Herzkrankheit Betroffene oft aus ihrem gewohnten Alltag wirft.

 

Einblicke in die Reha nach koronarer Herzkrankheit

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Quellenliste

1 Heidemann, Christin et al. „Gesundheitliche Lage von Erwachsenen in Deutschland – Ergebnisse zu ausgewählten Indikatoren der Studie GEDA 2019/2020-EHIS“, Journal of Health Monitoring · 2021 6(3) DOI 10.25646/8456, Robert Koch-Institut, Berlin, S. 10, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/Focus/JoHM_03_2021_GEDA_Gesundheitliche_Lage.pdf?__blob=publicationFile (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

2 Busch, Markus et al. „12-Monats-Prävalenz einer koronaren Herzkrankheit in Deutschland“, Journal of Health Monitoring · 2017 2(1) DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-009

Robert Koch-Institut, Berlin, S. 64, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/FactSheets/JoHM_2017_01_gesundheitliche_lage4.pdf?__blob=publicationFile (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

3 Deutsche Herzstiftung e.V. „Die koronare Herzkrankheit: Ursachen und Risiken“, https://www.herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/koronare-herzkrankheit/ursachen (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

Sweis, Ranya et al. „Angina pectoris”, MSD Manual – Ausgabe für Patienten, https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/herz-und-gefäßkrankheiten/koronare-herzkrankheit/angina-pectoris (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

5 Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK – Langfassung, 5. Auflage. Version 1. 2019, S. 73 ff. [cited: 2022-1115]. DOI: 10.6101/AZQ/000419. www.khk.versorgungsleitlinien.de.,https://www.dgthg.de/upload/pdf/khk-5aufl-vers1-lang.pdf (Datum des Zugriffs: 15.11.2022)

Unser Therapie- und Leistungsangebot

Am Anfang jeder Rehabilitation steht eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik. Sie ist der Ausgangspunkt für die Erstellung des Therapieplans, den wir individuell auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Nach der Reha können Sie Physiotherapie, Ergotherapie und Physikalische Therapie auf Wunsch gerne ambulant bei uns fortsetzen.

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